NGC891 oder David gegen Goliath

Als ich kürzlich nach hochaufgelösten Bilder von NGC6946 suchte, wurde ich in der Galerie des größten Teleskops der Welt (GTC) fündig. Dort findet such auch ein Bild von NGC891, einer Galaxie in Kantenansicht mit einem markanten Staubband. Da ich diese vor einiger Zeit auch fotografiert hatte, wage ich mal einen direkten Vergleich mit dem GTC.

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Vorläuferstern der SN2017eaw in NGC 6946

Da das Wetter seit Wochen keine klaren Nächte erlaubte, hab ich ältere Bilder bearbeitet. In einer der Galaxien, NGC6946 (Fireworks Galaxy) gab es im Mai eine helle Supernova (SN2017eaw, 12.6 mag). Die Klassifi-zierung als Typ IIP besagt, daß es hier einen schweren, hellen Vorläufer-stern gegeben habe muß, und so kam ich bei der Arbeit an den Bildern auf die Idee mal danach im Internet zu recherchieren. „Vorläuferstern der SN2017eaw in NGC 6946“ weiterlesen

XMMU J1229+0151 – Galaxiencluster bei z=1

Als ich kürzlich Bilder vom Jet des Quasars 3C273 suchte, hab ich im Archiv des Hubble-Space-Telescope nachgesehen und dabei eine interessante Entdeckung gemacht. Einige Bilder vom 2.2.2006 waren als NEWCLUSTER betitelt und tatsächlich zeigten sie nicht den Quasar sondern einen entfernten Galaxienhaufen. Mein besonderes Interesse erwachte, als ich den Namen des Beobachters las. PI war Saul Perlmutter, dem Mann, der vor 20 Jahren die Dunkle Energie in der Kosmologie etablierte.

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3C273 – der berühmteste Quasar im Universum


Als ich Mitte der Sechziger Jahre mich für die Astronomie zu interessieren begann, waren Quasare total mysteriöse Objekte am Rande des Universums, unvorstellbar energiereich, exklusiv für Radioastronomen zugänglich. Im optischen wurde die Radioquelle 3C273 als eine der ersten mit einem Quasar identifiziert. Ein blaues, unschuldig aussehendes Sternchen 13 Größe.

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29 Milliarden Lichtjahre …

Wenn ich ein neues Bild fertig habe, seh ich oft nach, welche Objekte noch da sind, die nicht sofort ins Auge fallen. Auf dem folgenden Bild ist der Galaxienhaufen Abell 2584 zu sehen. Mit einer Rotverschiebung von z=0.1196, kann man diesem schon keine Entfernung im herkömmlichen Sinne mehr zuordnen 1.4-1.8 Milliarden Lichtjahre. Das war bei Abell 370,

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IC 1101, die größte Galaxie im Universum

IC 1101 gilt als die größte bekannte Galaxie. Sie findet sich im Sternbild Jungfrau, knapp 19° südlich von Arkturus. Mit einer Rotverschiebung von z = 0.0779, was einer Entfernung von mehr als einer Milliarde Lichtjahren entspricht, ist sie das bisher entfernteste Objekt, das ich mit dem neuen Fernrohr fotografiert habe. Das ist weit jenseits aller großräumigen Strukturen, die unseren näheren Kosmos dominieren. Als Fluchtgeschwindigkeit erhält man cz = 23370 km/s.

IC 1101, cD-Galaxy in Abell 2029

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NGC 6166, Prototyp einer cD-Galaxie in Abell 2199

Als man vor 50 Jahren, starke, extragalaktische Radioquellen mit optischen Objekten zu identifizieren versuchte, fiel eine besondere Klasse von Galaxien auf, die man fortan als cD-Galaxien bezeichnet hat. Sie befinden sich fast immer in Galaxienhaufen, sind dort mit Abstand die leuchtkräftigsten, befinden sich meist im oder in der Nähe des Zentrums, sind von elliptischer Gestallt, umgeben von einem diffusen Halo, welcher dynamisch eher schon zum Galaxienhaufen gehört. cD-Galaxien sind sehr reich an Kugelsternhaufen.

NGC6166, riesige cD-Galaxie in Abell 21999. 16" RC, Nikon D7000, 4.5.2016.
NGC 6166, riesige cD-Galaxie in Abell 2199. 16″ RC, Nikon D7000, 4.5.2016.

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