Platesolving

Manchmal weiß man nicht wohin das Teleskop gerade zielt. Mit Himmelsatlas oder Sternkarte kommt man nicht weit. Die Ausschnitte sind viel zu klein und eine kurzbelichtete Probeaufnahme zeigt überwiegend schwache Sterne, die in keiner Karte verzeichnet sind. Hier hilft der am Internet hängende Computer mit Software weiter, die unter dem Stichwort ‚Platesolving‘ zu finden ist.

Es gibt zwei Ausprägungen, die erste ist in der Lage aus einem aufgenommenen Bild ohne jede weiter Information die Koordinaten für  das Zentrum des Bildes zu ermitteln (blind solving).

Die hier http://nova.astrometry.net/

macht das im Internet, ohne jede Installation. Es dauert allerdings und funktioniert oft nicht. Große Bilder sollte man um den Faktor 2-4 verkleinern, als Format reicht jpeg.

Astrotortilla https://sourceforge.net/p/astrotortilla/home/Home/ 

muß man lokal installieren. Wer es nicht unter Linux betreibt, muß neben den großen Datenbanken noch zusätzlich ein Cygwin installieren. Kostet dann ca. 2 GB. Funktioniert aber auch mit großen Teleskopen gut. Es kann aus APT oder ByNIKON direkt gestartet werden und hilft so das Fernrohr genau auf das gewünschte Target zu lenken. ASCOM kontrolliertes Teleskop vorausgesetzt.

Wenn man weiß, daß das Telekop in etwa die angepeilten Koordinaten trift, ist PlateSolve 2 von http://planewave.com/downloads/software/

deutlich schneller. Ich nutze oft das ‚Image Plate Solver Script‚ von PixInsight um die astrometrischen Daten in den Fits-Header des Bildes einzutragen. Außerdem bekommt man die Bildgröße in Bogenminuten und Sekunden sowie die genaue Brennweite des Fernrohrs gratis. Die Koordinaten bekommt man über CDS-WEB aus Straßburg, wenn man den gewünschten Objektnamen eingibt.