Die Plejaden – Teil 1: Distanz

Einfache Frage: Wie weit ist es zu den Plejaden? Kaum zu glauben, daß die moderne Astronomie bis vor kurzem darauf eine falsche Antwort gab: 410 Lichtjahre!
Die ganze Sache wurde sogar noch mysteriöser, als 1989 der ESA-Satellit Hipparcos gestartet wurde. Er war auf solche astrometrischen Probleme gedrillt: 390 Lichtjahre! Noch mehr daneben !

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Landung auf dem Mars

Einzigartiges Video von der  Landung des Roboters Perseverance auf dem Mars. Mehrere Kameras filmen gleichzeitig.

Zuerst sieht man den sich öffnenden Bremsfallschirm. Das spielt sich in 12km Höhe ab.

Als nächstes wird das Hitzeschild abgesprengt und damit der Blick auf die Marsoberfläche frei.

Nachdem die Oberfläche fast erreicht ist, werden die Bremsraketen aktiviert und in der letzten Phase der Rover an Drahtseilen abgelassen. Die Sonde fliegt dann noch ein Stück zur Seite weg. Wahnsinn!

Andererseits sieht man, dass man da eigentlich nicht wohnen möchte. Ziemlich öde Gegend. –  Könnte gut sein, dass es demnächst hier auch so aussieht. Befürchtung: “Wir schaffen das”.

Ich hatte kürzlich  schon mal an vier verschiedenen Stellen im Garten gebohrt.  Mein Ziel Wasser und/oder intelligentes Leben zu finden. Leider erfolglos.

 

HDF – das Hubble Deep Field

Hier könnt ihr mal eure Expertise in der Astronomie testen. Die Skala reicht von 1-10, wobei die Anfänger (1) vermutlich zunächst nicht viel mit dem folgenden anfangen können, die Experten (9-10) seien aber gewarnt, fasten your seatbelts !!! Es besteht die Gefahr von Schnappatmung,  Kaffeetassen die auf den Boden knallen, … an Gebisse, die aus dem Mund fallen, will ich gar nicht denken 🙁

Also worum geht es? Wir riskieren im folgenden einen Blick in die Unendlichkeit!!!

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Die Eigenbewegung der Sterne

Wenn man die Umgebung der Galaxie NGC5921 in Augenschein nimmt, fällt einem sofort der lange rote Pfeil an dem Sternchen unterhalb der Galaxie auf. Er horcht auf den Namen LSPM J1521+0459 oder auf viele weitere. Er wird bei Simbad als “High proper-motion Star” bezeichnet. Seine hohe Geschwindigkeit quer zur Sichtlinie beträgt -261.180 -39.850 mas/yr. Das reicht aus, um seine Eigenbewegung im Laufe von Jahrzenten mit dem Auge zu entdecken. Man vergleiche mein Bild oben mit dem unten, das aus dem DSS (aus den 1950ger Jahren) stammt. Die Pfeile in den Bildern werden mit Hilfe des Gaia-Katalogs erzeugt. „Die Eigenbewegung der Sterne“ weiterlesen

M33 X-7, Rekordhalter unter den stellaren Schwarzen Löchern

Mit 15.7 Sonnenmassen und einem Begleiter, der ca. 70 mal schwerer als die Sonne ist, sucht es seinesgleichen. – Seit meine Frau ein neues Handy mit einer 108-Megapixel Kamera hat, ist mein Respekt vor gigantischen Bildern endgültig verflogen. Ich habe mir also das  32073 x 41147 Pixel große HST-Bild von M33 heruntergeladen und mal nachgesehen, was vom Schwarzen Loch so drauf ist 🙂

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M85-HCC1, M60-UCD1 und M59-UCD3

Komische Überschrift mag mancher denken. Aber ist ist trotzdem interessant, es geht um die dichtesten bekannten Galaxien, sogenannte “Ultra Compact Dwarfs, (UCDs)”. Sie wurde lange nicht beachtet, nicht weil sie zu selten oder zu schwierig zu beobachten sind, sie fielen einfach durchs Raster,  nach ihnen wurde bis vor ca. 10 Jahren nicht gesucht! Sie passten zu keiner Objektklasse,  als Kugelsternhaufen waren sie beispielsweise in den beobachteten Distanzen zu hell …

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Arp 271 – der Crash und das Schicksal der Sterne

Kürzlich hat mir mein Freund Norbert ein frisches Bild einer berühmten Arp-Galaxie zugeschickt (Arp 85). Mir selbst ist vor einiger Zeit ein ganz ordentliches Bild eines anderen crashenden Galaxienpaares, Arp 271, im Sternbild Jungfrau gelungen. In ca. 113 Millionen Lichtjahren Entfernung bahnt sich da etwas an, das wir in unterschiedlich fortgeschrittenen Entwicklungsstadien in den 338 Galaxienbildern des ursprünglichen Arp-Katalogs studieren können. „Arp 271 – der Crash und das Schicksal der Sterne“ weiterlesen

M82 – Galaxie in Aufregung

und zwar zurecht. Die Nachbarschaft nervt sie, was ich gut verstehen kann. Als ich das folgende Bild machte, waren wieder alle Gärten beleuchtet, manche meiner Nachbarn strahlen sogar ihr Haus die ganze Nacht an! (Gibt es intelligentes Leben auf diesem Planeten?) Diese Lichtverschmutzung reicht natürlich nicht bis zu M82, abgesehen von den ca. 10 Millionen Jahren die es dauerte … da sind die guten Leute längst verschimmelt.

M82 regt sich über die größere Galaxie M81 auf, die ihr zu nah auf den Pelz rückt.

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